CD - REZENSIONEN
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SHADOW-MINDS - "Simply Different" CD - Album (Nordlicht Records)
Von hoch oben im Norden, aus der Gegend um Husum und Schleswig, stammt die Dreierformation SHADOW-MINDS, deren Musik sich in der sogenannten Grauzone zwischen dunklem Electro und EBM bewegt. Bereits vor ca. 18 Jahren starteten die heutigen Bandmembers noch einzeln mit bescheidenem
Equipment erste musikalische Gehversuche. Beim M`era Luna Festival 2003 lief man sich eher zufällig über den Weg und beschloß, künftig gemeinsam Musik zu machen. Im September 2003 wurden dann offiziell die SHADOW-MINDS gegründet. Mit mittlerweile besserem Equipment ausgestattet,
entstanden recht schnell die ersten gemeinsamen Songs, die zum Teil bereits auf Demos unter die Leute gebracht wurden. Mit dem Album "Simply Different" liegt nun seit einigen Wochen eine offizielle Sammlung ihres bisherigen musikalischen Schaffens auf einer CD vor.
Die 10 Tracks auf "Simply Different" sind wirklich etwas "different" im Vergleich zu dem, was man heutzutage sonst so an dunkel - elektronischem in die Ohren geblasen bekommt. Ist kein Futurepop, klingt keineswegs sofort nach Band X oder Y und geht auch nicht unbedingt sofort ins Ohr,
entfaltet aber nach mehrmaligem Durchhören durchaus einen angenehmen Charme. Leider gibt es auch negatives im Zusammenhang mit dem Album zu erwähnen: Zum einen der streckenweise recht "dünne" Sound und das Mixverhältnis Gesang / Musik, zum anderen die Tatsache, daß von einigen Tracks mehrere Mixe auf dem Album zu finden sind.
Weniger ist da manchmal mehr, eine EP mit meinetwegen 5 oder 6 Tracks hätte es hier bestimmt auch getan. Aber immerhin, eine erste "Duftmarke" ist gesetzt, die SHADOW-MINDS stehen ja noch am Anfang ihrer Karriere. Einzelne Tracks der Band liefen auch schon in einschlägigen szenekompatiblen Radioshows, und mit etwas
Glück wird man von den SHADOW-MINDS in den nächsten Jahren noch einiges hören.
Tracklist: 1) Intro; 2) Euphorie; 3) Kedija Desert; 4) Soon Down; 5) Take Care; 6) Endlesslove am 10.28 EM; 7) Seelenschmerz; 8) Seelenschmerz (Reprise); 9) Soon Down (Anual Remix); 10) Kedija Desert (Video Cut). 04.08.05
www.shadow-minds.de
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DEVILSKISS - "Flammenmahl" CD - EP (Devilskiss)
Seit einigen Jahren gibt es im Sonic Seducer - Musikmagazin den "Battle Of The Bands" - Nachwuchswettbewerb. Den bislang vorletzten konnten vor ca. eineinhalb Jahren die Berliner
DEVILSKISS mit ihren Track "Der Teufel" für sich entscheiden und damit ein erstes Achtungszeichen setzen.
Nun bedeutet ja der Gewinn eines Nachwuchs - Bandwettbewerbes nicht automatisch einen Plattenvertrag und eine steile Karriere im Musicbiz, aber er kann trotzdem hilfreich sein und einer Band
ein gewisses Maß an Öffentlichkeit bescheren und wichtige Kontakte zu knüpfen helfen. Auch DEVILSKISS haben offenbar den einen oder anderen Kontakt knüpfen
können, denn sie beehren uns mittlerweile live im Vorprogramm bekannterer Acts und sie sind mit einem neuen Tonträger zurück. Zwar immer noch ohne "richtigen" Plattenvertrag, legen die mittlerweile zum Quartett angewachsenen DEVILSKISS
mit der EP "Flammenmahl" eine sehr professionelle neue Scheibe vor. Musikalisch macht man dort weiter, wo man vor knapp 2 Jahren mit "Der Teufel" aufgehört hat:
Mit elektronisch angehauchtem Darkrock, kombiniert mit deutschen Texten. Entfernt ist das vergleichbar mit Oomph!, Nik Page und ähnlichen einschlägigen Electrorockern.
Vier Tracks haben es auf diese EP geschafft. Track 1 "Henkersmahl", der gleich richtig uptempo nach vorn losstampft, Track 2 "Flammenmeer", dieser etwas gebremst. Immerhin weiß man jetzt, aus welchen
Teilen sich der Name der EP zusammensetzt ("Henkersmeer" klingt übrigens auch nicht schlecht). Track 3 dann "Das Wrack", ebenfalls noch etwas verhalten, um dann mit Track 4 "Ich bin Dein" wieder uptempo loszurocken.
Fazit: "Flammenmahl" ist eine gute Alternative zu diesem sonst in der Szene so angesagen cluborientierten Stupide - Stampf - Electro und Futurepop - Zeugs und ist eine Bereicherung für jede Dark Disco sowie jedes Dark Radio.
DEVILSKISS können mit weiteren solchen Songs im Gepäck und dem üblichen Quäntchen Glück einmal ganz groß werden. 22.04.05
www.devilskiss.net
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GOLDEN APES - "Remedy" CD - Single (Golden Apes)
"Structures (The Inner Scars)" heißt das im letzten Jahr erschienene aktuelle Album der Berliner Gothic - Rocker GOLDEN APES. Aus diesem besagten Album haben die Apes jetzt mit "Remedy" einen der stärksten Tracks als
Single ausgekoppelt. Das Titelstück gibt es gleich zwei Mal, denn zu der Audioversion (Track 2) hat die Band in Zusammenarbeit mit dem Berliner Videokünstler Silvan Büge ein Video abgedreht (Track 1), welches im DVD - Format
hier vorliegt. Als Zugabe (Track 3) gibt es dann noch den Non Album Track "A Letter", der auch ganz gut einen Single - Titeltrack abgegeben hätte. Alles in allem ist "Remedy" gut geeignet, öfter in den einschlägigen
szenerelevanten TV- und Radiosendungen zu laufen. Bedenkt man, daß die GOLDEN APES diese Single, genau wie auch alle ihre bisherigen Tonträger, in kompletter Eigenregie veröffentlicht haben, so ist "Remedy" mehr als
nur ein Achtungszeichen und dürfte bei entsprechend häufigem Airplay u.a. auch dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad der Band um ein Vielfaches zu steigern. 12.03.05
www.goldenapes.de
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DIE! - "Manche bluten ewig" CD - Album (Black Bards Entertainment)
DIE! kommen aus Bergisch Gladbach und feiern in diesem Sommer bereits ihr zehnjähriges Bandjubiläum. Trotzdem dürfte die Band noch weitestgehend unbekannt sein, was nicht
zuletzt auch daran liegt, daß der vorliegende Tonträger "Manche bluten ewig" nach Veröffentlichungen in den Jahren 1998 und 2000 erst ihr dritter musikalischer Output ist.
Mit diesem Album haben DIE! auch erst zu ihrem endgültigen Stil gefunden. Dunkler metallastiger Rock trifft auf gelegentliche Mittelalterelemente, das Ganze wird abgerundet durch mystische deutschsprachige Texte.
"Manche bluten ewig" ist als Konzeptalbum zu verstehen. In 12 Tracks wird die Reise eines Vampirs durch die Jahrhunderte erzählt, welcher nach dem Grund seines untoten Daseins sucht.
Trotz Konzeptalbums auch hier ein paar Anspieltips von mir: "Bis ans Ziel", "Geh mit mir" und "Für immer". 08.03.05
www.die-music.de
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RIEFENSTAHL - "Seelenschmerz" CD - Album (Loyworld Records)
RIEFENSTAHL kommen aus dem Raum Hannover und bestehen seit zwei Jahren. Die Band spielt einen Crossover aus Gothic, Metal und New Rock, die Songs sind ausschließlich mit deutschen Texten versehen.
Neue Deutsche Härte nannte man gemeinhin solcherart Musik vor einigen Jahren. Mich erinnert ihre Musik ein wenig an die nicht mehr existenten Richthofen, gesangstechnisch teilweise an Oomph.
RIEFENSTAHL selbst geben als wesentliche Einflüsse u.a. Rammstein, Godsmack, Filter, Limp Bizkit und Paradise Lost an. "Seelenschmerz" ist der erste Longplayer des
Quartetts, enthält 10 eigene Songs plus eine zeitgemäße Interpretation des Ideal - Klassikers "Eiszeit". Für ein Debüt recht solide und druckvoll produziert, macht "Seelenschmerz"
bereits nach wenigen Durchläufen schnell Lust auf mehr. Anspieltips: "Ist es?", "Seelenschmerz" und "Dunkle Zeit". 28.09.04
www.riefenstahl-music.com
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SUBSTANCE OF DREAM - "Höllengott" CD - Album (De Profundis)
SUBSTANCE OF DREAM kommen aus Stuttgart und existieren bereits seit 1988, trotzdem haben sie sich bis heute einen gewissen Undergroundstatus bewahrt.
Nach diversen Plattenveröffentlichungen Anfang der 90er Jahre und einer anschließenden langen Funkstille folgte Ende 2003 die Single "Gloria", die ein
erster Vorgeschmack auf das jetzt vorliegende Album "Höllengott" war. Zwei der drei Singletracks finden sich auch auf "Höllengott" wieder, insgesamt enthält
das Album 14 Stücke. Die teils mit deutschen und teils mit englischen Texten versehenen Songs haben keinen einheitlichen Stil, sondern tendieren jeweils in Richtung der verschiedenen Einflüsse,
welche seit jeher das musikalische Schaffen der Band prägen. SUBSTANCE OF DREAM selbst geben als ihre hauptsächlichen Einflüsse Punk-, Postpunk- und Wavebands der späten 70er und
frühen 80er an. Aus diesen Einflüssen kreiert die Band ihre eigene Art von dunkler Rockmusik. Wie die Band, so das Album, "Höllengott" hebt sich angenehm vom Gros der aktuellen
Veröffentlichungen ab und dürfte nicht nur für Nostalgiker interessant sein. 14.07.04
www.substanceofdream.de
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LILAC AMBUSH - "Arsenal" CD - Album (Twisted Spinach)
LILAC AMBUSH bezeichnen sich selbst als "Boston`s Original Darkwave Band" und bestehen aus Spleen Ecq und Mark Knudsen.
Hierzulande nahezu unbekannt, legt die Band nach bisher vier EP - Veröffentlichungen mit "Arsenal" nun ihr erstes Album vor und hofft damit,
einem größeren Publikum bekannt zu werden. Die 11 Songs auf "Arsenal" geben recht gut das musikalische Spektrum wieder, in welchem sich die Band bewegt:
Minimalistischer und dunkler Wave, unüberhörbar den 80ern entlehnt, sowie eine Prise Pop. Klirrende Gitarren treffen auf elektronische Beats, mal treibend, mal melancholisch.
Der Gesang dazu ist stimmlich irgendwo zwischen Joy Division und Freur angesiedelt. Freunde von 80er - Sounds und Wavemusik sollten bei LILAC AMBUSH durchaus mal ein Ohr riskieren.
Anspieltips: "Radium", "Virtual", "As Soon As I Can" und "Heartache". 30.06.04
www.lilacambush.com
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